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Nr.
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Inhaber/Pächter
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Daten
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Name
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01
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Wilhelm Richartz
(als Eigentümer)
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Konzession ab 09.02.1870
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Gaststätte Richartz
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02
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Witwe Wilhelm Richartz
(als Eigentümer)
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seit 1903 (oder früher)
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Gaststätte Richartz
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03
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Eduard Schumann
(als Eigentümer)
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ab 01.03.1907
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Gasthaus Schumann
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04
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Hubert Backhaus
(Kauf vom 19.August 1919)
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ab 22.08.1919
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Gastwirtschaft und
Metzgerei Backhaus
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05
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Nikolaus Aloys Hardy
(als Eigentümer, gekauft von der Nette-Brauerei)
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ab 01.04.1934
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Gaststätte Hardy
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06
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Günter und Rita Becker,
geb. Bösch aus Vallendar
(als Pächter von Hildegard Schwarz)
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ab 13.10.1971
bis 14.10.1976
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Gaststätte Hardy
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07
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Hartmut Wächter
(als Pächter von Hildegard Schwarz)
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ab 24.06.1982
bis 23.09.1982
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Gaststätte Hardy
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08
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Hildegard Schwarz, geb.
Hardy
(als Eigentümerin, verkauft an Erich Wiegershausen)
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ab 15.10.1976
bis 17.06.1984
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Gaststätte Hardy
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09
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Peter und Erika Koll,
geb. Schmitt
(als Pächter der Firma Wiegershausen)
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ab 30.10.1984
bis 1986
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Gasthaus Alt-Sayn
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10
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Erika Koll und Friedel Bernardi
(als Pächter der Firma Wiegershausen)
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bis 01.August 1987
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Gasthaus Alt-Sayn
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11
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Ingeborg Wiegershausen, geb. Wieder (als
Wirte: „Marianne und Viktor“)
(als Eigentümer)
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ab 03.02.1988
bis 03.03.1988
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Gaststätte Alt-Sayn
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12
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Karin Brandt
(als Pächter der Firma Wiegershausen)
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ab 04.03.1988
bis 14.12.1988
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Gaststätte Alt-Sayn
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13
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Werner und Anita Müller (als
Pächter der Firma Wiegershausen)
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ab 24.01.1989
bis 01.01.1994
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Gaststätte Alt-Sayn
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14
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Rosanna Vitadello, geb. Poggi
(als Pächter der IVB Immobilien Vermittlungs- und
Betreuungsgesellschaft mbH in Bendorf)
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ab 20.01.1994
bis 15.09.1994
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Ristorante San Marino
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15
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Daniela Federico, geb. Maccaglia
(als Geschäftsführerin des MACC Gastronomie- und
Veranstaltungsservice)
(als Pächter der IVB Immobilien Vermittlungs- und
Betreuungsgesellschaft mbH in Bendorf)
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ab 07.10.1994
bis 31.07.1995
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Gaststätte
„Zum Raubritter“
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16
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Michael Wolfermann
(als Pächter der IVB Immobilien Vermittlungs- und
Betreuungsgesellschaft mbH in Bendorf)
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ab 01.08.1995
bis 01.12.1995
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Gaststätte
„Zum Raubritter“
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17
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Thomas Müller
( als Geschäftsführer der Firma Gastro
Team GmbH)
(als Pächter der IVB Immobilien Vermittlungs- und
Betreuungsgesellschaft mbH in Bendorf)
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ab 25.04.1996
bis 12.09.1996
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Gaststätte
„Zum Raubritter“
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18
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Lucia Barreira, geb. Sirena
(als Pächter der IVB Immobilien Vermittlungs- und Betreuungsgesellschaft
mbH in Bendorf)
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ab 13.09.1996
bis 27.02.1997
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Pizzeria Aetna
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19
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Werner und Anita Müller
(als Eigentümer)
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ab 05.10.2001
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Gasthaus Alt Sayn
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09.Februar 1870
Abschrift eines
Erlaubnisscheins
Erlaubnisschein
für Wilhelm Richartz zu Sayn um „die
Gastwirtschaft“ in seinem zu Sayn gelegenen Wohnhaus
No. 43 zu betreiben.
Gegenwärtiger
Erlaubnisschein ist nur für die benannte Person und das bezeichnete Lokal
gültig. Erteilt in Gemäßheit der Allerhöchsten Cabinettsordre vom 7.Februar 1835.
Koblenz, den 9.ten Februar
1870
Der Königliche Landrat
Unterschrift
1896
Im Juni wurde im Lokal der
Witwe Richartz, später Gasthaus „Hardy“ in der
Abteistraße der Verein „Rauchclub ‘Blaue Wolke’“ gegründet und am 13.Juni sogar
polizeilich genehmigt. Als Gründer sind Joseph Becker, Michael Meurer, Adolf Meurer, Wilhelm
Sander, Wilhelm Drescher, Johann Richartz, Johann
Hermann, Valentin Schmitt, Emanuel Drescher, Philipp Häser
und Christian Löhr verzeichnet. Joseph Becker wurde
einstimmig zum Präsidenten gewählt.
27.Juni 1896
Die erste
Generalversammlung der Mitglieder findet in der Gaststätte Richartz
statt.
Es wurde beschlossen, ein
Pfeifenregal beim Schreiner Holzinger zu beauftragen,
des weiteren sollten zwei Stempel produziert werden
und Quittungskarten als Beleg für gezahlte Beiträge sollten gedruckt werden.
Ebenfalls sollten zwei Tabaksdosen und zwei Sorten Tabak angeschafft werden.
Die Sayner Hütte produzierte seinerzeit solche Frischebehälter.
Für Rollentabak wurden große Tontöpfe genutzt. Die benutzten, überlangen
Pfeifen, sollten auf Kosten der Mitglieder gekauft werden. Im August des Jahres
zählte der Verein bereits über dreißig aktive Raucher. Am Mittwoch und Samstag
wurde gemeinsam abends geraucht und selbstverständlich wurden auch Neuigkeiten
ausgetauscht. Hierbei mundete das Bier der Brauerei Hünermann,
dass bei Richartz in
Glasseideln mit Zinndeckel ausgeschenkt wurde.
Besonders waren die sehr
langen „Reservistenpfeifen“, die aus Kirschbaumholz hergestellt worden sein
sollen. Die Pfeifen hatten eine Gesamtlänge von rund anderthalb Metern, wie ein
altes Foto zeigt. Der Pfeifenkopf selbst wurde aus Ton oder Porzellan gefertigt
und war oftmals bunt bemalt. Hier waren Soldaten-, aber auch Wald- und
Flurbilder sehr beliebt.
Verschlossen wurde der
Pfeifenkopf mit einem Deckel, der mittels einer Schnur, die entlang dem
Pfeifenrohr befestigt wurde, zum Mundstück führte. So konnte der Raucher den
Blechdeckel öffnen oder schließen, ohne sich zu bücken. Eine weitere
Bezeichnung nennt sie „Spitzpfeifen“, da sie am unteren Ende eine Metallspitze
hatten, die einen guten Halt im Holzfußboden garantierte.
04.12.1903
Die Übertretung der
Polizeistunde im Gasthaus Richartz wird mit 3 Mark geahndet
09.12.1905
Schreiben der Stadt an die
Witwe Wilhelm Richartz
„... Bei einer
polizeilichen Revision Ihrer Gastwirtschaft ist gestellt worden, dass Sie nicht , wie dieses für jede Gastwirtschaft vorgeschrieben
ist, 3 Zimmer zur Aufnahme von Fremden eingerichtet haben. Sie werden hiermit
aufgefordert, diese 3 Zimmer sofort, spätestens aber innerhalb einer Woche nach
Zustellung dieses Schreibens einzurichten und dauernd zur Aufnahme von Fremden
bereit zu halten, wobei ich jetzt schon bemerke, dass das von Ihnen als
Fremdenzimmer bezeichnete Dachstübchen als solches nicht in Frage kommen kann.
...“
07.August 1908
an „die Witwe Richartz ergeht folgende Aufforderung lt. Verfügung des
Königlichen Landrates bezüglich des Saales: 1.) die Saaltüren sind inwendig mit
der Aufschrift Ausgang zu versehen. 2.) die als Ausgang benutze und nach innen
aufschlagende Nebentüre ist nach außen aufschlagend auszurichten, 3.) die
Schwungstufen in der zum Saale führenden Treppe sind unzulässig, wenn die
schmalste Stelle nicht 28 cm Auftritt hat. Die Treppe ist entsprechend
umzubauen und erhält am besten unten Schwungstufen mit genügend Auftritt und
oben ein Podest und geraden Treppenarm. Ferner ist die Untersicht zu verputzen.
Ferner ist ein zweiter, nur für Frauen bestimmter, Abort zu errichten. ...“
11.09.1911
Der Kreis-Ausschuss des
Landkreises Koblenz beschließt (mit seinen Mitgliedern Landrat von Stedman als Vorsitzender, Herrn Doetsch aus Kärlich, Herrn Caspers aus Bubenheim, Herrn Remy aus Bendorf, Herrn Heddesdorff
aus Winningen, Herrn Itschert aus Vallendar
und Herrn Kaumanns aus Ehrenbreitstein). Der Gastwirt Eduard Schumann aus Sayn hatte gegen die Gemeinde- und Ortspolizeibehörde von Sayn wegen des Baus einer Kegelbahn geklagt. Im Namen des
Königs wurde die beantragte Erlaubnis erteilt. Der Wert des Streitgegenstandes
wurde auf 625 Mark festgelegt. Er stellte am 24.08.1911 den Antrag auf
Erweiterung des Wirtschaftsbetriebes auf die neuerbaute
Kegelbahn, dies wurde von der Polizeiverwaltung abgelehnt. In einer mündlichen
Verhandlung legte der Kläger vor, dass die Nachbarn sich nicht durch den
Betrieb der Kegelbahn belästigt fühlen. In Sayn waren
derzeit vier Kegelbahnen in Betrieb (2 davon allerdings nicht öffentlich).
1914
Anzeige in der „Sayn-Mülhofener Zeitung“
Gasthof Schumann, Sayn
Fastnacht-Sonntag und
-Dienstag - von Nachmittags 4 Uhr ab -
Grosse Tanzmusik
Mache besonders auf meinen
spiegelglatten Tanzboden aufmerksam.
Es ladet
ergebenst ein.
Eduard Schumann
19.August 1919
Hubert Backhaus und seine
Frau Maria, geb. Görgen, erwerben den Besitz (lt.
Grundbuch der Gemeinde Sayn Band 23 Blatt 1058 mit
der Katasterbezeichnung Flur 2, Nr. 206, Nr. 205 und 610).
„Das ganze Besitztum liegt
an der Kirchstraße im Mittelpunkt des Ortes Sayn und
in einer Entfernung von ca. 120 m. in der Luftlinie gemessen vom
nächstliegenden Restaurationsgebäude entfernt. Die Kirchstraße (heute
Abteistraße, 2003) ist eine gut gepflasterte durchschnittlich 4,25 m breite
Dorfstraße mit geschlossener Bebauung und Gaslichtbeleuchtung). ... Das Gebäude
hat drei Kellerräume, von denen 2 vom Erdgeschoss und einer vom Obergeschoss
zugänglich und alle in den Berg tunnelartig eingebaut sind. Ferner ein Erd-,
ein Ober- und eine Dachgeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich außer dem
Treppenhaus und 2 Restaurationsräumen 1 Küche und 1 Fleischverkaufsladen. Die
lichte Höhe beträgt 270 cm. Ein Abort für Herren und das Pissoir befinden sich
im Hof. Im Obergeschoss befindet sich der Saal und ein
Abort für Damen. Der Saal hat eine Grundfläche von 118 qm. ... Im Dachstock
sind die Wohnung des Wirtes, 3 Fremdenzimmer und Kegelbahn, die sowohl durch
die Geschosstreppe als auch vom Nippes zugänglich
sind. ...“
1926
Werbeanzeige
Gastwirtschaft und
Metzgerei
Hubert Backhaus
Kirchstraße
Spezialität: 1a
Hausmacher.
Warme Speisen zu jeder
Tageszeit
ff.
Weine
Nette-Bräu
1926
Hubert Backhaus schreibt:
„Sehen, Staunen. Auf zur Sayner Kirmes“ mit Freier
Tanzmusik zum ersten Male ausgeführt von der berühmten Tanz-Sport-Kapelle vom
Koblenzer Hof unter persönlicher Leitung von Herrn Kapellmeister Hans Rösgen am Samstag abend.
30.Oktober 1931
Schriftstück aus dem
Archiv
„... Der Ortsteil Bendorf-Sayn hat bei 2459 Einwohnern 17 Gast- und
Schankwirtschaften. Von diesen 17 Wirtschaften ist die hier in Frage kommende
eine der unrentabelsten. ... Die Nette-Brauerei in Weißenthurm hat ... das
Anwesen ... erworben und sucht es nun wieder an den Mann zu bringen. ... In der
Zeit vom 1.1. bis 30.09.1931 sind insgesamt 16 hl Bier verkauft worden. ....
16.Juli 1934
Baubeschreibung des
Objektes durch den Sayner Architekten Franz Bernardi
„... Das Gebäude hat drei
Kellerräume, von denen 2 vom Erdgeschoss und einer vom Obergeschoss zugängig
und all in den Berg tunnelartig eingebaut sind. Ferner ein Erd-, ein Ober- und
ein Dachgeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich außer dem Treppenhaus & 2
Restaurationsräumen, 1 Küche und ein Fleischverkaufsladen. Die Lichthöhe
beträgt 2,70 m. Ein Abort für Herren & ein Abort für Damen, je mit Aufschrift
außen kenntlich gemacht und das Pissoir befinden sich im überdeckten Hofraum.
Anschließend durch einen besonderen Verbindungsflur getrennt ist das Kühlhaus,
der Schlachtraum & Maschinenraum angeordnet. ...“
24.Juli 1934
Schreiben des
Bürgermeisters aus Bendorf an den Kreisausschuss in Koblenz
„... In dem Hause
Kirchstraße 62 wird bereits seit 1870 eine Gastwirtschaft betrieben. Seitdem
hat das Haus nur dreimal den Besitzer gewechselt, und der letzte
Konzessionsinhaber Hubert Backhaus hatte die Konzession seit 08.04.1920.
... Ein allgemeines öffentliches Interesse und Bedürfnis an dem Weiterbestehen
dieser bereits seit über 60 Jahren in günstiger Lage betriebenen Wirtschaft
kann deshalb unbedenklich bejaht werden. Der neue Eigentümer des Hauses, der Metzger
Aloys Hardy, hat seit 27.4.(19)34 die vorläufige
Schankerlaubnis. ... Ertrag der Gastwirtschaft: 400 RM. ...“
ohne Datum
Notiz des Kreisverwaltungsgericht in Koblenz, Der Landrat
„... Der Antragsteller
Aloys Hardy ... mit gleichzeitiger räumlicher Erweiterung durch Vergrößerung
des Saales um mehr als 1/3 des bisherigen Betriebsumfanges in den Räumen und
Plätzen des in Bendorf-Sayn, Kirchstraße 62 belegenen Hausgrundstückes in einem Gesellschaftszimmer, 1
Gaststube, 1 Saal, 3 Fremdenzimmer, 2 Vorraum, nach Maßgabe der eingereichten
Zeichnung.
03.07.1935
Erlaubnisurkunde für Herrn
Alois Hardy zum Betriebe einer Gastwirtschaft (Ausschank von Wein, Bier,
Branntwein und alkoholfreien Getränken) und zur Fremdenbeherbergung.
06.03.1936
Polizeiliche Verfügung an
Herrn Alois Hardy vom Bürgermeister der Stadt Bendorf
„... Die
Schlachthausanlage im Hause Bendorf-Sayn Kirchstr. 62
ist mit Rücksicht auf ihren baulichen Zustand nicht konzessionsfähig, da sie
den an eine Schlachthausanlage zu stellenden Anforderungen nicht entspricht.
Aus gesundheitspolizeilichen Gründen kann auch die Verarbeitung von
Fleischwaren in diesem Schlachtraum nicht gestattet werden. ... wird Ihnen
hiermit mit sofortiger Wirkung untersagt, in Ihrem Schlachtraum Schlachtungen
vorzunehmen und Fleischwaren zu verarbeiten. ...“
31.08.1936
Notiz des
Kriminal-Assistenten
„... Bestellt erscheint
der Metzgermeister Alois Hardy, 28 Jahre alt, ... und erklärt: Die Verpflichtungserklärung,
wonach ich von weiteren Schlachtungen in meinem Schlachthause Abstand nehmen
soll, kann ich nicht eingehen bzw. unterschreiben. Es steht mir kein anderes
Schlachthaus zur Verfügung und ich sehe mich gezwungen, weiter in diesem Schlachthaus
zu schlachten. ... In Sayn befindet sich mit Ausnahme
des Schlachthauses von dem Juden (Moritz) Herz kein weiteres Schlachthaus. Zur
Aufrechterhaltung meines Betriebes bin ich gezwungen mein Schlachthaus zu
gebrauchen. Das Schlachthaus steht im Eigentum der Brauerei zur Nette in
Weißenthurm. Diese ist nicht gewillt, das Schlachthaus den gesetzlichen
Vorschriften entsprechend einzurichten. ...“
06.02.1938
Die erste Sitzung der
Karnevalsgesellschaft 1937 Sayn e.V. findet mit dem
Präsidenten Hans Wagner statt
Während des zweiten Weltkrieges
lt. mündlicher Auskunft
von Hildegard Hardy wurde der Saal beschlagnahmt, hier wurde ein Lager des
Lazaretts eingerichtet. Das Institut Fendel und die
Koblenzer Post wurden evakuiert und von Hildegard Hardys Mutter verköstigt.
Nach dem zweiten Weltkrieg
Der „Radfahr-Verein 07“
lebte nochmals kurz auf. Einige der früheren Mitglieder, Anton
Schmalenbach, trainierte die neue Gruppe
im Saal der Gaststätte „Hardy“ in der Abteistraße. Acht Personen fuhren mit
beim Saalfahren. Unter ihnen Josef Friedhofen, Josef Schmidt, Gerd Mangner,
Rolf Hilgers, Fritz Pösch und Heinz Siebenmorgen.
Lange blieb die Gruppe aber leider nicht zusammen. Die Räder wurden später dann
für einen Sayner Karnevalszug umgebaut.
1946
Schulspeisung in der
Metzgerei Hardy für Volksschüler.
Ca. 1950
die „Bauernbälle“ des
Männergesangvereins finden im Saal „Hardy“ statt.
1951
Werbeanzeige
Fastnacht-Sonntag 19.11
Uhr
Großes Masken-Treiben
der Kirmes- und
Karnevalsgesellschaft 1937 Sayn e.V.
im Saale Hardy
02.02.1952
Der Präsident Ernst Zänkert der KG 1937 Sayn e.V.
präsentiert den Schlachtruf „SäBaLä“, hierfür halten
die Mitglieder des „Amazonencorps“ die einzelnen Buchstaben in die Höhe.
1953
Das Gasthaus Hardy präsentiert
den „SäBaLä-Riesling“, das Etikett wurde von Ernst Zänkert entworfen.
1953
Jahrgangspräsident
Siegfried Hardy eröffnet die Kirmes mit einem humorgewürzten,
gereimten Vortrag. Er fuhr mit einer
Kutsche zum Kirmesplatz, da er sich zwei Tage vor der Kirmes beim Schlachten
mit dem Messer verletzt hatte (ein Stich in den Bauch). Der Gasthof „Hardy“
wartete auf mit der 6-Mann-Kapelle Heinz Stein.
1955
Die Karnevalsgesellschaft
baute von der Bühne in den Saal eine Rutsche - eine Idee von Jean Siebenmorgen
und Willi Weber, um mehr Gäste anzulocken - eine besondere Gaudi.
1955
Wie alljährlich, so feiern
auch heute abend die
Kirmes-Jungen und Mädchen ihren Eröffnungsball bei Hardys, hierzu lade ich Euch
alle recht herzlich ein unter dem Motto:
Ob von Sään
- Bendorf oder ganz weit här,
alles kimmt
heut bei Hardys Klär!!!!!!
10.03.1956 (bis 1963)
Werbeanzeige in der „Bendorfer Zeitung“
FILM-THEATER SAYN
Heute Samstag ERÖFFNUNG!
ERÖFFNUNG!
Samstag und Sonntag, 20
Uhr
Fernandel der unfreiwillige Fallschirmjäger
Samstag Spätvorstellung 22
Uhr: „SANGAREE“
1956 bis 1963
Eröffnung der „Lichtspiele
Sayn“
Kinobetrieb
Die beiden
Filmprojektoren, ein altes Grammphon blieben auch nach der Schließung des Kinos
noch über 20 Jahre erhalten. Hans Lichtenhagen und Horst Schwarz waren
Filmvorführer. „Bauer B 51 rechts und links“, so zeigen die Typenschilder die
Namen an. 60 kg wog so ein Projektor. Gezeigt werden konnte Filme mit einer
Breite von 36 mm. Mehr als 20.000 DM wurde für das Ensemble früher bezahlt.
Klara und Hilde Hardy saßen an der Kasse. Überliefert ist der Besuch
zahlreicher Sayner, darunter auch Prinz Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn mit seiner Erzieherin. „Quax der Bruchpilot“, „Vom Winde verweht“ und „Grün ist die
Heide“ waren Filme, die hier flimmerten.
Dabei mussten alle 20
Minuten die Filmspulen getauscht werden, es wurde abwechselnd auf beiden
Projektoren gezeigt, damit das Publikum den Wechsel nicht bemerkte. Der
Eintritt kostete, je nach Sitzplatz, zwischen 80 Pfennigen und 2,50 DM.
1959
Die „SäBaLä’ner“
boten vier Stunden lang Frohsinn und gute Laune bei ihrer großen Prunksitzung.
Die Leitung der Sitzungen oblag Fritz Pohlmann und Hans Kurth (in Vertretung
des langjährigen Präsidenten Simon Horn). Fritz Pohlmann begrüßte in Reimform,
der Elferrat zeigte sich in schmucken schwarzen Anzügen. Hans Kurth stieg als
Protokoller in Bütt, ihm folgte Hansi Schuster und schilderte sein Leben als
„armes Möhnenkind“. Fritz Schneiders Lebenslauf
schloss sich an. Als „Wahrer Jakob“ brillierte Herbert Baukelmann,
Christian Rath bot den Vortrag „Bat en Quatsch“. Karl Bernardi
schilderte seine Abenteuer mit einem Knirps und Hans Kurth stieg als „Die doof
Nuss“ in die Bütt. Ihre Erlebnisse als „Arm Dir“ erzählte Hildegard
Hardy-Schwarz, ehe das Duo Rust-Pohlmann mit dem ungleichen Liebespaar
„Charlotte und Leopold“ den Saal zum Kochen brachte. Peter Würgest trat flott
als Reisewerbeleiter für ein „Wochenende im Weltall“ auf. Fritz Pohlmann
überzeugte als Doktor. Die Moritatensänger-Altmeister Jean Siebenmorgen und
Christian Rath glossierten das Lokalgeschehen. Alterspräsident Jean
Siebenmorgen zeichnete Fritz Pohlmann mit den Großorden der Gesellschaft aus,
Hans Kurth wurde als zweiter Präsident ausgezeichnet.
1959
Die Kirmesjahrgänge
treffen sich Samstags, am 25.4.1959 im Café Geisbüsch. Sie holten den Präsidenten Paul Dietz und
Präsidentin Klara Hardy ab. Die Bendorfer Zeitung
ehrt Simon Horn als „Organisator und Vater der Kirmesjugend“. Um 17.30 Uhr
beginnt der Festumzug vom Vereinslokal „Hardy“, wo später am Abend auch der
Eröffnungsball stattfindet.
1960
Simon Horn präsentierte
das närrische Feuerwerk der Sayner als Präsident in
„Hardys Saal“. Hans Kurth hielt Rückblick als Protokoller. Ortwin Krings ging
als „Irrer“ in die Bütt, Christian Rath als „Urangräber“. „Maria vom
Waldfrieden“ wurde als neue Obermöhn vorgestellt.
Höhepunkt war nach Herbert Baukelmann mit „Mein Hütche“ der Vortrag von „Charlotte und Leopold“ von Erika
Rust und Fritz Pohlmann. Hermann Harbig trat als
temperamentvoller „Schuljunge“ auf. Der Nachwuchs überzeugte mit H. Bamberg und
W. Schneider als „Schütze Pimpelhuber und Feldwebel
Überstreng“. Hans Kurth trat wieder als „Doofer“ auf. Auch Wirtin Hildegard Hardy-Schwarz ließ es sich nicht
nehmen und schilderte den „Spuk in der Nacht“. Lokales gab es von Maria Keßler-Horn und Hedwig Drescher als „Bäckergeselle und
Metzgerbursche“. Was beim „Kauf eines Häuschens“ in Alt-Sayn
alles passieren kann, berichtete Heimatdichter Fritz Pohlmann.
1964
Zur Kirmes präsentiert
sich auf das Gasthaus „Hardy“ mit renoviertem Saal ...
1969
Werbeanzeige
Werbeschriftzug Königsbacher
GASTSTÄTTE HARDY
Inhaber: Klara Hardy
Vereinslokal des
Spielmannszuges 1949 Sayn
Männergesangverein - Freiw. Feuerwehr - Karnevalsgesellschaft
Möhnenvereinigung
GUTE KÜCHE - GEPFLEGTE
GETRÄNKE
VEREINSZIMMER - GROSSER
SAAL - ZELTAUSSCHANK
09.09.1971
Pachtvertrag zwischen
Hildegard Schwarz und Günter Becker mit Frau Rita vom 15.Oktober 1971 bis 14.Oktober
1976. über 1 Gastraum, 1 Nebenraum, 1 Saal, 1 Küche, 1 Abstellraum, 1
Bierkeller und 2 Kellerräume, 1 Herren- und 1 Damentoilette, 2 Schlafzimmer mit
Waschbecken, 1 Schlafzimmer, 1 Bad mit Ausgabeschalter, 1 Weinkeller neben dem
Saal. Auflage ist die Weiterführung des Namens „Gaststätte Hardy“.
11.02.1972
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn (die erste bei „Hardy“, vorher
bereits im „Gräflichen Weingarten“, bei „Sieberts“, im Pfarrhaus, im
„Jägerhof“)
1973
Der Saal brennt einen Tag nach
der zweiten Sitzung der Karnevalsgesellschaft ab, damit auch viele Requisiten
der KG 1937 Sayn e.V. Daraufhin stellte Bürgermeister
Karl Schön, da weitere Veranstaltungen - Möhnensitzung
und Kostümbälle - geplant waren,
kurzfristig die Turnhalle in Sayn zur Verfügung.
Innerhalb von drei Tagen wurde dort ein karnevalistischer „Festsaal“
geschaffen.
09. und 16.02.1974
Da die Mehrzweckhalle in Sayn nicht rechtzeitig fertig wurde, „Hardy’s
Saal“ aber wieder renoviert war, fanden die Sitzung
wieder an altgewohnter Stelle statt. Das 25.
Kinderprinzenpaar wurde mit Prinz Michael I. (Schneider) und Prinzessin Bärbel
I. (Kurth) gefeiert. Es sind die letzten KG-Sitzungen in „Ahl
Sään“, ab 1975 feiern die Narren in der Turnhalle.
30.01.1978
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Frohsinn, Freude
und Humor - Fassenacht beim Kirchenchor!“
09.02.1979
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Potzdonner und Gewitter - wir feiern schon als widder!“
09.02.1980
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Der Kirchenchor
der macht sich - auch 1980!“
20.02.1981
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Offm Spetzje hucke
und runnergucke“
12.02.1982
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Ditt un Datt
off Sääner Platt“
02.06.1982
Pachtvertrag zwischen
Hildegard Schwarz und Hartmut Wächter
Über Gaststätte,
Nebenraum, Küche, Saal, Schlafzimmer, 2 Wohnräume, Dusche und WC zur Führung einer
Bierwirtschaft und Speisegaststätte unter dem Namen „Gaststätte Hardy“. Das
Pachtverhältnis wird vom 15.Juni 1982 bis 14.Juni 1987 geschlossen.
04.02.1983
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Knuddlkitt aus der Bitt“
14.02.1983
Bauernball des
Männergesangverein Sayn im Saal
30.April 1983
Werbeanzeige
Zur Sayner
Kirmes laden herzlich Horst und Hildegard ein
Gaststätte „Hardy“
Bes. H. Schwarz
Abteistraße 41. - Tel.
02622/2560 - 5413 Bendorf-Sayn
Aus Küche und Keller das
Beste
Dezember 1983
50. Geburtstag der Wirtin Hildegard Schwarz
Mehr als 250 Gäste feiern
im Gasthaus „Hardy“. Die Sayner Vereine sorgten für
Volksfeststimmung und unterhielten mit karnevalistischen Einlagen. Der
Männergesangverein ernannte die bisherige Vereinswirtin zur „Vereinsmutter“.
Auch der Spielmannszug Sayn brachte ein Ständchen, es
gratulierten die Karnevalisten aus Sayn, die Möhnen aus Sayn und Bendorf, der
Montagsstammtische, die Sayner Schützen, der
Kegelclub „Die lustigen Vögel“, der Kirchenchor Sayn
und die Jahrgangskameraden des Jahrganges 1933.
17.02.1984
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Mer soll et net fier miehlich haale!“
2. Vorsitzende Renate
Holler begrüßte die Gäste, der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt.
Moderation liegt in den bewährten Händen von Fritz Pohlmann. Die jüngste
Sängerin des Chores brilliert den Vortrag „Meine Babba
es e Ass!“. Ihr Bruder Volker brachte den „Punker“-Vortrag.
Der „Bomberboxclub vom Kirchenchor“ besteht aus Rosel Engel, Marianne Hahn,
Liesel Köther und Monika Krupp. Auch Hedi Scholtyssek überzeugt mit ihrem Vortrag. Katharina
Siebenmorgen hatte die Eigen- und Unarten der Chormitglieder studiert. Fritz Pohlmannn brachte die Lachmuskeln als Kapitän zu
Höchstformen. Wolfgang Heinzen berichtete vom Umzug aus dem Vorjahr. Zum ersten
mal trat Christoph Ahlbach
auf aus dem Orden der Salesianer als singender
Küster. Doof und Dööfchen sind die Gebrüder Specht
aus Bendorf. „Hardys Hildegard“ ist die
Frau des Scheichs „Iben Hadschi“.
12.10.1984
Pachtvertrag zwischen den
Eheleuten Erich und Ingeborg Wiegershausen (als
Besitzer, sie haben das Anwesen von Hildegard Schwarz erworben) und den
Eheleuten Peter und Erika Koll.
Verpachtet werden die
Gaststätte „Alt Sayn“ mit Pächterwohnung (3 Zimmer,
Bad mit WC) und die Gaststätte (1 Gastraum mit Nebenraum, Küche, Damen- und
Herren-WC, 1 Saal mit Nebenraum, Einstellplatz für PKW, Bierkeller“).
30.Oktober 1984
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Neueröffnung ehemalige Gaststätte „Hardy“ jetzt
GASTHAUS Alt Sayn
Bendorf-Sayn, Abteistraße 41
heute, Dienstag, den
30.Oktober 1984 ab 14.00 Uhr
Nach völliger Renovierung
von Küche und Gaststätte sind wir in der Lage, unsere Kunden mit einem gut
bürgerlichen Speiseplan zu verwöhnen.
IM AUSSCHANK:
n
Weine von
Rhein und Mosel sowie
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trockene und
halbtrockene Qualitäts- und Kabinettweine.
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Original Paulaner-München Spezialitäten
n
Pils und Salvator vom Fass
Ein ebenfalls großer Saal
für Vereine, abtrennbar für Familienfeiern, steht auf Wunsch zur Verfügung.
Es freut sich auf Ihren
Besuch: Erika und Peter Koll
Gebietslieferant der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG, München:
Erich Wiegershausen
Bierverlag,
Getränkefachgroßhandel für die Gastronomie und Zeltverleih
5413 Bendorf - Rheinpfad
1-3 - Telefon 02622/4312, Schriftzug PAULANER
01.02.1985
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Alt un jung, korz un
klään - Fassenacht en
unserem Sään“
31.01.1986
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Iss de Zeit auch korz bemesse - Fassenacht dun mir
net vergesse!“
14.Februar 1986
Gründung der „Sayner Heimatfreunde“ im „Nebenzimmer“. Die „Sayner Heimatfreunde“ werden ein Zusammenschluss aus
interessierten Sayner Bürgern. Unter den 21 Gründungsmitgliedern
ist auch die ehemalige Wirtin Hildegard Schwarz.
1986
Werbeanzeige
Gasthaus „Alt Sayn“
Abteistraße 41 - 5413 Bendorf-Sayn - Tel. 14353
Wir wünschen allen ein
frohes Osterfest!
An beiden Tagen bieten wir
folgendes Ostermenue an:
Markklößchensuppe,
Lammbraten „Provinzialische Art“ mit Kroketten und Speckbohnen, Dessert
- sowie Essen nach Karte -
Werbeschriftzug PAULANER
Es freut sich auf Ihren
Besuch Familie Koll
10.10.1986
Werbeanzeige
GASTHAUS „Alt Sayn“
Morgen, 11.Oktober 1986,
ab 20 Uhr
2. Alt Sayner
Oktoberfest mit Tombola
unter Mitwirkung MGV Sayn
Für Stimmung sorgen das
Duo Dieter und Bernd
Am 11. U. 12. Oktober
bietet unsere Küche Original bayerische Spezialitäten
Alle Speisen auch außer
Haus! Wir freuen uns auf Ihren Besuch: Erika u. Peter Koll
5413 Bendorf, Abteistraße
41, Telefon 02622/14353
Werbschriftzug PAULANER
20.02.1987
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Man darf dat nett so eng siehe“
1987
Werbeanzeige
Gasthaus Alt Sayn, Abteistraße 41, 5413 Bendorf-Sayn,
Telefon 02622/14353
An beiden Tagen bieten wir
folgendes Ostermenü an:
Schweinefilet in Pfifferlingrahmsauce, Kroketten, frischer Spargel, Dessert
- sowie Essen nach Karte
An Karfreitag bieten wir
verschiedene Fischgerichte!
Wir wünschen allen ein
frohes Osterfest: Friedel und Erika
Werbeschriftzug Paulaner
19.02.1988
Pachtvertrag zwischen den
Eheleuten Erich und Ingeborg Wiegershausen und Karin
Brandt aus Weißenthurm.
Verpachtet werden die
Gaststätte „Alt Sayn“ mit Pächterwohnung (3 Zimmer,
Bad mit WC) und die Gaststätte (1 Gastraum mit Nebenraum, Küche, Damen- und
Herren-WC, 1 Saal mit Nebenraum, Einstellplatz für PKW, Bierkeller“).
Februar 1988
Werbeanzeige
Gasthaus Alt Sayn
WIEDERERÖFFNUNG
am Mittwoch, dem 3.2.1988
um 14.00 Uhr, Abteistraße 41, 5413 Bendorf-Sayn, Tel.
(02622) 14353, bietet Ihnen mit Fachpersonal Getränke und Speisen zu gut
bürgerlichen Preisen
Es freuen sich auf Ihren
Besuch: MARIANNE und VIKTOR, Werbung Wiegershausen,
Werbung PAULANER
Februar 1989
Werbeanzeige im Kleeblatt
Gasthaus Alt Sayn
Abteistraße 41 - Bendorf-Sayn - Telefon (02622) 1 43 53
Gutbürgerliche Küche
Menues und kalte Büffets - auch außer Haus
Für Familienfeiern und
Wandervereine, großer Saal abtrennbar bis 200 Personen
11.00 Uhr geöffnet.
Sonntags ab 10.00 Uhr Frühschoppen, donnerstags Ruhetag
Es freuen sich auf Ihren
Besuch: Anita und Werner Müller, Werbeschriftzug PAULANER
16.02.1990
Närrische Gesangstunde des
Kath. Kirchenchor Sayn
Motto: „Kirchenchor Sään - kurz un klään!“
Wirt Werner Müller
präsentiert den Büttenvortrag „Der Fremde“
1992
Karneval / „Närrische
Gesangstunde“ des Kirchenchor
Wirt Werner Müller
präsentiert den Büttenvortrag „Der König von Sayn“
Februar 1993
Werbeanzeige im
„Stadt-Anzeiger“
Speisegaststätte ALT SAYN
Inh. Werner Müller
n
gut
bürgerliche Küche
n
Gesellschaftsräume
für 25-200 Personen
Abteistr. 41 - 5413 Bendorf-Sayn
- Tel. 02622/14343 - privat: 02622/6376
1990
Karneval / „Närrische
Gesangstunde“ des Kirchenchor
Wirt Werner Müller
präsentiert den Büttenvortrag „Der Asylant“
31.03.1990
Die Laienspielgruppe des
Turnverein Fernthal präsentiert im Saal das
Theaterstück „Rambazamba am Lido Makkaroni“. Akteur ist u.a.
der Sayner Ralf Krings.
24.11.1990
Die Laienspielgruppe des
Turnverein Fernthal präsentiert im Saal das
Theaterstück „Mit Küchenbenutzung“. Akteur ist u.a.
der Sayner Ralf Krings.
01.12.1990
Essen für die aktiven
Sängerinnen und Sänger des Kath. Kirchenchor Sayn,
anschließend Jahreshauptversammlung mit dem Vorsitzenden Antonius Nett.
01.02.1991
„Närrische Gesangstunde“
des Kath. Kirchenchor im Saal
23.Februar 1992
1. Alt-Sayner
Herrensitzung im Saal
„Heute haben die Damen
Pause - die Männer machen große Sause!“
(Eintritt 8,-- DM,
Einlass: 14.00 Uhr, Beginn: 15.11 Uhr)
Organisatoren sind Fred
Bach und Wirt Werner Müller.
Durch das Programm führen
Jürgen Barthel und Manfred Roth, Mitwirkende sind Fred Bach, Karl Müller, Horst
Lauermann, Werner Müller, Otto Frank, Achim und Gunnar. Das Männerballett aus Mülhofen tritt auf. Musik macht Achim Neuss aus Andernach.
März 1992
Die Laienspielgruppe des
Turnverein Fernthal präsentiert im Saal das
Theaterstück „Quartett im Doppelbett“. Akteur ist u.a.
der Sayner Ralf Krings.
07.Februar 1993
2. (und letzte) Alt-Sayner Herrensitzung im Saal
(Beginn: 15.11 Uhr -
Eintritt: 10,-- DM)
Juni 1994
Handzettel
La Vera Cucina Italiano
Essen in gemütlicher
Atmosphäre zu fairen Preisen
Durchgehend warme Küche
von 11.00 Uhr bis 24.00 Uhr
Ristorante San Marino, 5 Minuten vom Schmetterlingshaus
Unsere besondere
Attraktion: Speisen Sie in unserer gemütlichen „Grotte“
Abteistraße 41 - 56170 Bendorf-Sayn - Telefon 02622-14353
Die echte italienische
Küche
Oktober 1994
Werbeanzeige
Gaststätte Zum Raubritter
ehem. Hardy
Abteistraße 41 - 56170 Bendorf-Sayn
Wir haben eröffnet
Die gute Küche unter der
Burg
Inhaber ist M. Wolfermann
August 1995
Werbeanzeige
Gaststätte Zum Raubritter
Inh. M . Wolfermann
Abteistraße 41 - 56170 Bendorf-Sayn - Tel. 02622/14353
Deutsche und Italienische
Küche auch zum Mitnehmen
Feiern aller Art -
Party-Service
Die gute Küche unter der
Burg
05.Oktober 2001
Werbeanzeige
Wir sind wieder für Sie
da!!!
NEUERÖFFNUNG
Freitag, 5.Oktober ab
16.00 Uhr
SPEISEGASTSTÄTTE Alt Sayn
Abteistr. 41 - Bendorf-Sayn -
Tel. 02622/907599
Auf unsere „alten
Stammgäste“ freuen wir uns sehr - natürlich auch auf viele „neue“ Gäste.
In gemütlicher Atmosphäre
begrüßen wir Sie gerne. Anita und Werner Müller
Werbeschriftzug Bier
Reuschenbach - Werbeschriftzug Bitburger
Quellennachweis:
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© eigenes Heimatarchiv Sayn
Peter Siebenmorgen (www.heimatarchiv-sayn.de) mit
Unterlagen von Fritz Bode und Franz-Josef Nieth
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mündl.
Informationen von Hildegard Schwarz, geb. Hardy vom 11.08.2003
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mündl.
Informationen von Heinz und Lissy Siebenmorgen vom 13.08.2003
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mündl.
Informationen von Werner und Anita Müller
·
mündl.
Informationen von Fritz Pohlmann vom 13.08.2003
·
Archiv Bendorfer Zeitung
im Besitz der Stadt Bendorf
- Quellenstudium
im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum Bendorf, 08/2003
- Unterlagen
von Erika von der Heiden, Schweiz, 08/2003